Kaya & Blank machen in Fotografien, Videos und Installationen Infrastrukturen sichtbar, die Industriegesellschaften am Laufen halten und gleichzeitig zerstören.
Ölpumpen, Pipelines und Raffinerien produzieren fossile Brennstoffe; Häfen, Containerschiffe und Autobahnen ermöglichen den Warenverkehr; endlose Monokulturen erzeugen Biosprit; Rechenzentren und Funkmasten garantieren die digitale Kommunikation: Moderne Gesellschaften werden angetrieben von pausenlos arbeitenden Maschinen. Sie umspannen, gestalten und verbrauchen die Welt und ihre begrenzten Ressourcen.
Die nächtlichen Aufnahmen von Işık Kaya und Thomas Georg Blank nehmen diese Architekturen neoliberaler Industrie in den Fokus. In einer intensiven Auseinandersetzung mit den Rohstoffen, deren Ausbeutung ihre Arbeiten aufzeigen, bedienen sie sich früher fotografischer Techniken und entwickeln eigene Verfahren, um ihre Motive auf Bitumen, Meersalz und lebenden Algenkulturen zu belichten.
Auf diese Weise entsteht eine Bildsprache, die die materiellen Grundlagen der kapitalistischen Welt neu in den Fokus nimmt und die darauf aufbauenden Zukunftsvisionen in Frage stellt.
In Kooperation mit der Darmstädter Sezession wird vom 18. April 2026 bis zum 3. Mai 2026 ein zweiter Teil der Ausstellung auf dem Gelände des Künstlerhauses Ziegelhütte in Darmstadt gezeigt.
Dort werden arbeiten der Serie Second Nature präsentiert. Öffnungzeiten in Darmstadt sind immer Samstag und Sonntag von 12 bis 18 Uhr.
The first extensive solo exhibition by Kaya & Blank focuses on the often invisible infrastructures of sleepless, capitalist production and lifestyles.
Whether container ports, radio towers, motorway junctions or oil pumps, the masterfully crafted photographs and videos by Işık Kaya and Thomas Georg Blank show critical architectures of neoliberal industry. Using a visual language that allows for narrative distance from these systems. In an intensive examination of the resources whose exploitation their works reveal, Kaya & Blank develop their own photographic processes and expose their motifs partly on bitumen, sea salts or living algae cultures. In this way, the historical role of photography as an instrument of human domination over nature is renegotiated.
SAHA –provided support for Kaya & Blank - Infrascapes